In 5 Schritten hochwertige Kleidung & Fashion erkennen! Die besten Tipps!

Ihr wisst: Ich bin kein Fan von teurer Designer Kleidung. Ich seh es selten ein das vielfache nur für den Namen zu bezahlen, wenn ich auch gute, bis sehr gute Qualität für weniger Geld bekommen kann. Wenn man ein bestimmtes Designerstück haben möchte, weil einem der Schnitt oder Sonstiges besonders gefällt, dann ist es verständlich, wenn man den Mehrpreis bezahlt.

Wo fängt Qualität an und vor allem wo hört sie auf? Wenn man ein T-Shirt für 4.99€ beim Textildiscounter kauft, rechnet man selten damit, dass man das T-Shirt noch mehrere Jahre anziehen kann. Schon nach einigen Wochen und Waschgängen fängt der Stoff an nachzugeben, die Färbung verblasst oder die Nähte lösen sich und schon ist es nicht mehr tragbar und kommt in die Tonne.

1. Der beste Stoff (Materialien)

Welcher Stoff ist den der beste? Grundsätzlich wird zwischen Naturfasern und Chemiefasern aufgeteilt. Zusätzlich gibt es noch “Moderne” Stoffe. Diese haben auch einen natürlichen Ursprung, sind aber chemisch verarbeitet und haben verbesserte Eigenschaften. Sie sind oftmals leichter und atmungsaktiver als reine Naturfasern.Der erste Indikator von guter Qualität ist also der verwendete Stoff.

Ich hab euch hier eine Tabelle, damit Ihr direkt seht was gut und was schlecht ist:

NaturstoffeChemiefasernModerne Stoffe (Mischstoffe)
1. Baumwolle1. Polyester1. Viskose
2. Leinen2. Polyamid2. Modal
3. Merino-/ Wolle3. Elastan3. Tencel
4. Seide4. Acrylic4. Acetat
5. Kaschmir5. Rayon
6. Leinen
7. Hanf

Chemische Fasern fühlen sich oftmals nicht so gut auf der Haut an wie natürliche Fasern. Meistens sind sie auch oft günstiger in der Herstellung als Natürliche Fasern. Sollte ein Stoff zu 100 Prozent aus chemischen Stoffen besteht, ist das ein eindeutiges Zeichen, dass der Hersteller mehr auf den niedrigen Preis in der Herstellung als auf die Qualität geachtet hat.

Dadurch das Die Baumwollproduktion so angepasst wurde (Fast Fashion), ist das auch kein eindeutiges Indiz mehr dafür das es sich hier um gute Qualität handelt.

Ein Blick auf das Label reicht mehr um eine klare Aussage über die Qualität der Kleidung zu tätigen. Trotzdem solltest du darauf achten, dass die Kleidung nicht aus mehr als 40% Chemiefasern besteht.

2. Die Naht, Knopflöcher & Reißverschluss

Auch die Nähte geben darüber Auskunft: Sehen die aus, als würden sie beim kleinsten Widerstand schon reißen, solltest du vom Kauf absehen. Ordentliche Nähte sind außerdem gerade, wellen nicht und treten nicht hervor. Werden die Nähte leicht auseinander gezogen (zieh ruhig mal etwas dran), sollten sie flach bleiben. Solltest du Entwirrungen, verpasste Stiche, lose Stiche, Haken, krumme Linien oder andere Fehler entdecken, lass es besser im Laden und schau dich weiter um.

Ebenso sollten Knopflöcher sauber verarbeitet sein und nirgends ausfransen. Gleiches gilt für Knöpfe, Nieten, Borten: Auch die sollten nicht schon beim bloßen Anblick den Eindruck machen, dass sie schnellstmöglich abfallen. Außerdem können minderwertige Metallteile auch rosten.

Auch immer ein gutes Zeichen ist es, wenn Ersatzknöpfe am Etikette angebracht sind. Der Designer erwartet, dass das Outfit lange genug hält, um ein paar kleinere Reparaturen zu erfordern. Zudem stellt er sicher, dass du alles hast, was du für diese Reparaturen benötigst. Wenn du auf ein Kleidungsstück stösst, welches sogar Ersatzgarn enthält, hast du einen waschechten Qualitätsgegenstand gefunden.

Den Reißverschluss solltest du dir genau anschauen: Lässt er sich widerstandslos schließen, ruckelt es oder gar hängt er? Dann sofort weglegen.

3. Fühl- und Geruchstest

Verlass dich beim Kauf ruhig auf deine Nase. Beispielsweise kann Kleidung aus minderwertigem Jeansstoff penetrant riechen. Das ist ein deutlicher Hinweis auf die Verwendung von Chemikalien bei der Herstellung. Oft lassen sich diese zwar herauswaschen, aber ab und an bleibt der Geruch auch zurück. Ihrer Gesundheit und der Umwelt zuliebe, sollten Sie auf solche Kleidung lieber verzichten. Verlass Dich auch auf Dein “Fingerspitzen-Gefühl,” denn dies erkennt Unregelmäßigkeiten und unsaubere Verarbeitung oftmals besser als deine Augen

4. Zertifizierungen

Viele Mode-Unternehmen werben mit Slogans wie “Bio und fair.” Ob diese Eigenschaften wirklich zutreffend sind, ist für einen normalen Konsumenten nicht gleich ersichtlich, weil es unzählige verschiedene Güte-Siegel gibt. Viele dieser Siegel, sind selber von den Unternehmen und haben somit keinerlei Bedeutung. Für die Qualität von Kleidung aus Naturtextilien ist das GOTS-Siegel das am häufigsten vergebene Zertifikat. Da dafür strenge Kriterien betreffend Nachhaltigkeit und sozialen Standards in der gesamten Produktionskette erfüllt werden müssen, ist es eine erste gute Richtlinie für Deine Kauf-Entscheidung.

5. Anprobieren ist das A und O

Neben einer sauberen Verarbeitung ist eine gute Passform das Zweitwichtigste. Das heißt: Probiere die Kleidung vor dem Kauf immer an. Auf dem Bügel sieht ein Teil meist anders aus als angezogen. Ein weiterer Tipp: Bewege dich in dem gewünschten Kleidungsstück. Mach ein paar Schritte, heb die Arme und gehe in die Hocke. Dabei wird sich zeigen, wie gut der Schnitt ist. Ist er dehnbar und bleibt er in Form? Fühlt er sich gut an auf der Haut?

Wenn du auf diese Punkte achtest, solltest du beim nächsten Einkauf auf gute Kleidung stoßen.